Kräuter in der Küche

Der Einsatz von Kräutern in der Küche macht Essen erst wirklich essenswert. Sie sind das sprichwörtliche “Salz in der Suppe”, das den Geschmack von Speisen ergänzt und unterstreicht und sie bekömmlicher macht. Die meisten Küchenkräuter sind zugleich gut für die Gesundheit, und viele von ihnen finden traditionell auch als Heilkräuter Verwendung.

Neben dem oben erwähnten Salz, das ja kein Kraut ist, ist die Nummer eins unter den Gewürzen der europäischen und deutschen Küche sicherlich der Pfeffer. Getrocknet als schwarzer oder weißer Pfeffer, oder eingelegt als grüner Pfeffer bringt er Schärfe ans Essen. Das schmeckt nicht nur gut, sondern bekämpft auch schädliche Bakterien, lindert Schmerzen und steigert das Wohlgefühl. Auch andere scharfe Sachen können in dieser Hinsicht trumpfen, zum Beispiel rosa Pfeffer, der von einer anderen Pflanze stammt als der echte Pfeffer, der asiatische Szechuanpfeffer, Ingwer und der original europäische Meerrettich. Die in letzterem enthaltenen Senföle finden sich auch in Senf, Rettich, Radieschen und Kresse. Nicht zu vergessen unter den Scharfmachern ist auch die Vielfalt der scharfen Chilis und das Paprikapulver als mildere Variante.

Für herzhafte Gerichte spielt in der europäischen Küche der Thymian eine große Rolle. Er bringt Geschmack an Fleisch, Fisch, Bohnen und Bratkartoffeln und ist gleichzeitig ein natürliches Antibiotikum, das zum Beispiel Husten lindert. Ähnlich ist der in der mediterranen Küche beliebte Oregano, der Fleisch und Tomaten eine charakteristische Würze verleiht, oder auch das Bohnenkraut für Bohnen oder Fisch.

In der süßen Küche ist die Nummer eins hierzulande eindeutig die Vanille, eine Orchideenschote, von der es übrigens neben der in Europa gebräuchlichen Bourbonvanille auch noch andere Sorten gibt.